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VholdR ContourHD Testbericht

VholdR ContourHD

VholdR ContourHD

Als erste HD Helmkamera im Consumer Bereich hat die ContourHD für einigen Wirbel gesorgt. Die Auflösung war zwar noch nicht Full HD, aber 1280 x 720 Pixel sind mehr als genug für Internet-Videos und reicht auch locker für den Fernseher.

Neben der hohen Auflösung zeichnet die ContourHD vorallem die einfache Bedienbarkeit aus.

Seit Herbst 2009 ist auch das Nachfolgemodell, die ContourHD 1080p mit Full-HD Auflösung, lieferbar.

Lieferumfang und Kosten

Die ContourHD kommt in einem schicken, schwarzen, gebürsteten Alu-Gehäuse. Der unter Teil, mit dem sie auf die Halterungen geschoben wird ist Kunstoff und die hintere Abdeckung ist ebenfalls aus Kunststoff und mit  Gummi überzogen.

Lieferumfang ContourHD

Lieferumfang ContourHD

Neben der Kamera ist im Lieferumfang der ContourHD enthalten:

  • Klebehalterung inkl. Ersatzklebepad.
  • Brillenhalterung (Goggle-Moun) für Ski-, Snowboard- oder Motocross- Brillen.
  • USB-Kabel zum Übertragen der Daten und zum Laden der Kamera.
  • Lithium-Ionen-Akku 3,7V, 1050 mAh.
  • Bedienungsanleitung (Englisch).
  • 2 GB Micro SD Speicherkarte

Die Ausstattung ist prinzipiell komplett. Ich habe mir gleich einen zweiten Akku (30 Euro) und eine 8 GB Micro SDHC Speicherkarte und dazubestellt. Eine 8 GB Micro SDHC-Karte gibt es bereits um unter 20 Euro inkl. Adapter. Der Adapter ist praktisch, um die Karte direkt mit dem im Laptop eingebauten Card-Reader zu lesen. Achtung: Ältere Laptops/Card-Reader können teilweise SDHC-Karten nich lesen (nur normale SD).

Etwas schwach finde ich, dass nur eine Klebehalterung enthalten ist. Die Halterung ist zwar etwas aufwändiger als die der GoPro, aber bei der GoPro sind gleich 3 Klebehalterungen und ein Ersatzklebepad enthalten. Für die ContourHD kostet eine zusätzliche Klebehalterung 20 Euro.

Die ContourHD kostet 300 Euro. Die Frage ist, ob sich mit dem Erscheinen der ContourHD 1080p hier was ändert. Die 1080p kostet mit 350 nur unwesentlich mehr. Vielleicht verschwindet die ContourHD vom Markt oder der Preis wird gesenkt.

Technische Daten

  • HD: 1280×720 Pixel bei 30 Bilder pro Sekunde
  • SD: 848×480 Pixel bei 60 Bilder pro Sekunde
  • 16:9 Bildformat
  • Komprimierung: H.264
  • 95×53×34 mm, 123 g (Herstellerangabe und selbst gewogen). 137 g inkl. Klebehalterung. 142 g mit Brillenhalterung.
  • Linse: 135° bei HD, 110° bei SD.
  • Aufnahme auf MicroSD bis 16 GB für bis zu 8 h HD Video
  • Austausbarer Lithium-Ionen-Akku für bis zu 3 h Video.
  • Integriertes Mikrofon
  • Laserpointer zum Ausrichten

Erster Eindruck

Die Vorfreude auf die ContourHD war bei mir sehr groß. Ich habe zwar mit meiner DogCam Pro 550/580 Sony HQ1 eine Kamera, die gute Qualität liefert, aber der Aufwand mit dem externen Komponenten im Rucksack ist einfach sehr hoch. Die GoPro Helmet HERO Wide hat dieses Problem zwar nicht, aber sie hat mit 512 x 384 Pixel eine nicht mehr zeitgemäße Auflösung und ist wegen dem Ultraweitwinkel von 170° auch nicht für alle Einsatzzwecke geeignet.

Somit würde die ContourHD diese Lücke schließen. Eine Helmkamera ohne lästigen externen Komponenten und einer mehr als ausreichenden Auflösung von 1280 x 720 Pixeln.

Das Gehäuse ist großteils hochwertig verarbeitet. Es gibt allerdings zwei Probleme:

Die Linse lässt sich um 192° verdrehen, sodass das Bild immer horizontal ausgerichtet werden kann, auch wenn das Gehäuse schief montiert wird. Dieser Dreh-Mechanismus hat bei drei Einrastpositionen (-90°, 0°, 90°). Bei allen drei Einrastpositionen lässt sich die Kamera aber relativ leicht um 5 bis 6 Grad verdrehen. Vorallem bei der 0°-Position. Im Einsatz dürfte sich das zwar selbständig nicht verdrehen – dazu ist es doch noch zu schwergängig. Allerdings wackelt die Linse beim Einrasten in der 0° Position um ca. einen halben Millimeter nach oben und unten. Durch das Einrasten ist es außerdem dann auch gar nich so leicht z.B. 3° einzustellen. Allerdings ist das vernachlässigbar, da man es sowieso nie so genau einstellen kann und man den Kopf auch nicht so gerade halten kann. Trotzdem finde ich die Einrast-Funktion misslungen. Wenn die Kamera etwas schief montiert ist, und man die Linse um mehr als +/-3° verdrehen muss, ist es defintiv besser – da hält sie bombenfest.

Das zweite Problem ist die hintere Abdeckung. In einem anderen Test habe ich gelesen, dass diese sich teilweise selbständig öffnet. Bei meinen acht bis zehn Mountainbike-Fahrten hat sich die Abdeckung einmal gelöst. Ein großes Problem ist das allerdings nicht, da die Speicherkarte und der Akku gut gesichert sind.

Die Qualität der ContourHD ist in vielen Videos wirklich sehr gut. Viele User-Videos kann man auf der VholdR Video Community sehen. Trotzdem hat auch diese Kamera Probleme mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Vorallem beim schnellen Wechsel zwischen Hell- und Dunkel. Da ich bei meinen Videos meist solche Verhältnisse hatte, ist die Qualität meiner Videos nicht allzu gut.

Befestigungsmöglichkeiten

Die ContourHD wird mit zwei Befestigungsmöglichkeiten geliefert. Eine selbstklebende Halterung und eine Brillenhalterung (Goggle Mount). Für die selbstklebende Halterung gibt es ein Ersatzklebepad mit dabei.

Auf den ersten Blick machen die Halterungen keinen schlechten Eindruck. Aber im Detail happert es dann doch. Die Halterungen bestehen jeweils aus zwei Teilen. Bei der selbstklebenden Halterung wird ein Teil festgeklebt – z.B. am Helm. Auf den zweiten Teil wird die ContourHD geschoben. Die beiden Teile der Halterung werden dann zusammengepresst und werden durch eine Art “Hartplastik-Kletteverschluss” gehalten. Gegen Verdrehen sind die beiden Teile zusätzlich verzahnt.

Selbstkelbende Halterung: Klebeband gelöst anstatt des Klettverschlusses.

Selbstkelbende Halterung: Klebeband gelöst anstatt des Klettverschlusses.

Beim ersten Trennen der beiden Teile ist bei meiner ContourHD aber nicht dieser Kletteverschluss auseinander gegagangen, sondern der Kleber der eine Hälfte des Klettverschlusses hält, hat sich gelöst. Momentan hält dieser zwar wieder – die Frage ist wie lange. Das zweite Problem ist, dass die Verzahnung viel zu locker gemacht wurde, sodass sich die Kamera wieder das eine oder andere Grad auf und abbewegen kann. Ich kann mir aber vorstellen z.B. mit ein bisschen Kleber an ein paar Stellen der Verzahnung nachzuhelfen, sodass sich diese besser verspreitzt und die Kamere nicht mehr wackeln kann.

Dazu kommt noch das Problem, dass es z.B. auf Helmen häufig nicht so große ebene Flächen gibt, wo die Klebehalterung sauber aufliegt und gut hält.

Die selbskelbende Halterung liegt nicht plan auf.

Die selbskelbende Halterung liegt nicht plan auf.

Auch die Brillenhalterung macht Probleme: Prinzipiell ist die Halterung selbst zwar gut ausgeführt. Hier hält nicht ein Klettverschluss die Teile zusammen, sondern der Teil an der Kamer wird in die Brillenhalterung geklipst.

Das Problem ist allerdings, dass die Kamera einfach zu groß und schwer ist. Die Kamera wiegt ohne Halterung 123 g. Mit Brillenhalterung 142 g. Die Mitte der Kamera – also in etwa der Schwerpunkt – steht mindestens 34 mm vom Helm ab. Insgesamt etwa 50 mm. Bei der geringsten Bewegung fängt so die Kamera zum Wackeln an. Für mich ist die Brillenhalterung beim Mountainbiken und Skifahren daher nutzlos.

Zum Vergleich ist die Brillenhalterung meiner DogCam HQ1 zwar deutlich einfacher konstruiert. Auch die Mitte der Kamera steht etwa gleich weit weg. Da aber die Kamera selbst nur 52 g wiegt, wackelt sie nur minimal bei großen Schlägen.

Bei meinem Skihelm kommt noch hinzu, dass der Ohrenschutz etwas abgesetzt ist, sodass die Brillenhalterung hier nicht eben aufliegt. Für die selbstklebende Halterung habe ich auch noch keine Position gefunden, weil an der einzig passenden Stelle, das Brillenband verläuft.

Bei meinen Versuchen habe ich festgestellt, dass die Brillenhalterung möglichs weit vorne – also bei der Brille – sein sollte, weil hier das Brillenband die größte Kraft auf die Halterung ausüben kann. Außerdem überlege ich, ob ich direkt hinter der Halterung Löcher in den Helm bohren soll, damit ich sie mit einem wieder-öffnenden Kabelbinder zusätzlich befestigen kann. Aber ein allgemein verwendbare Lösung ist das nicht.

Die ContourHD ist zusätzlich mit einem Sicherungsband zwischen Halterung und Kamera gegen Verlust gesichert. Da dieses Band dabei ist, ist anzunehmen, dass die Kamera durchaus mal aus den Halterungen herausfallen könnte. Im tiefen Schnee möchte ich das nicht haben. Das Problem ist allerdings, dass der Verschluss dieses Bands unter Umständen am Helm oder der Kamera anstoßen kann, was zu Störgeräuschen bei der Aufnahme führt.

Tipp: Auch wenn man die Kamera per Tape befestigt, sollte das lose Ende des Sicherungsbandes festgekleppt werden.

Bedienung und Handhabung

Großteils haben die Leute von Twenty20 Inc., dem Hersteller der VholdR ContourHD, gute Arbeit geleistet. Die Kamera sieht gut aus und ist relativ kompakt. Einen sinnvollen Monitor bringt man auf der Größe kaum unter – deswegen die Laserausrichtung für die drehbare Linse. Wie oben schon angesprochen, haben sie das allerdings nicht ganz optimal gelöst. In den Einrastpositionen bei -90°/0°/+90° hat die Linse Spiel. Vorallem bei 0° kann die Linse im Gehäuse um ca. einen halben Millimeter auf- und ab-wackeln und kann leicht um ca. +/- 2 Grad verdreht werden. Dort wo die Linse beim Verdrehen nicht einrastet hält sie dagegen fest.

Das Problem dürfte aber bei Kamera zu Kamera verschieden sein. Bei meiner ContourHD 1080p ist es weit nicht so schlimm, wie bei meiner normalen ContourHD.

Die Bedienung der Kamera ist denkbar einfach: Mit einem kurzen Druck auf den Druckknopf auf der Rückseite wird sie eingeschaltet. Die Leuchtdioden an der Rückseite leuchten kurz rot auf. Wenn die vordere Leuchtdiode grün leuchtet, ist sie betriebsbereit. Schiebt man den großen Schalter auf der Oberseite der Kamera nach vorne, so wird die Aufnahme gestartet. Die vordere Leuchtdiode springt von grün auf rot. Schiebt man den Schalter zurück, wird die Aufnahme wieder beendet.

Die zwei Leuchtdioden an der Rückseite zeigen mit grün, gelb oder rot den Status des Akkus und der Speicherkarte an. Eine vierte Leuchtdiode hinter der Abdeckung dient zur Ladekontrolle. Hier muss man den Entwicklern echt Lob aussprechen, dass sie der Kamera vier Leuchtdioden spendiert haben, und nicht aus Spar- oder Platzgründen diverse Statusanzeigen durch verschieden Blinkvariationen oder Ähnlichem zusammengefasst haben. Wenn man nicht ständig mit einem Gerät arbeitet, merkt man sich das meist nicht. Bei der ContourHD sind auch die beiden hinteren LEDs für Akku und Specherkarte durch ein Symbol gekennzeichnet, sodass man es auch ohne Handbuch nicht verwechseln kann.

Ist die Kamera eingeschaltet, so kann man mit einem kurzen Druck auf den Druckknopf auf der Rückseite den Laser aktivieren, um die Kamera gerade auszurichten. Drückt man den Knopf länger, so schaltet sich die Kamera aus.

Alle Umschaltvorgänge werden akkustisch bestätigt. Allerdings bietet die Kamera auch einen Quiet-Mode. Schiebt man den Aufnahmeschalter schon vor dem Einschalten in die Aufnahmeposition, so bleiben die akkustischen Bestätigungen aus.

Insgesamt ist die Bedienung einfach und großteils selbsterklärend.

Mikrofon und Ton

Aufnahmedauer:

Fernseher abfilmen: 2:51

NTV: 1,5h (Video) nochmals prüfen.

Herrsteller-Angabe

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